Der Kaminkehrer: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger

Klaus Herrmann

Anforderungen an eine gute Beratung

Zum Energiesparen gibt es viele Wege. Die Aufgabe eines guten Energieberaters ist das Erkennen von Sparpotential und das verständliche Aufzeigen von Veränderungsmöglichkeiten.

Eine Energieeinsparung ist nicht zwangsläufig mit Ausgaben für Sanierungen verbunden. Durch eine gute Energieberatung wird sowohl das Verständnis für den vermeidbaren Abfluss von Energie geweckt als auch Motivation gegeben, sein bisheriges Nutzerverhalten zukünftig so abzuändern, dass der Energieverbrauch minimiert wird. Je nach Situation sind alleine damit bis zu 20 oder 30% Energie zu sparen. Weiterhin zeigt die Energieberatung Schwachstellen an der Gebäudehülle und Heiztechnik auf, welche bei ohnehin anstehenden Sanierungsmaßnahmen ohne großen zusätzlichen Kostenaufwand abgeändert werden können. Vor jeder ohnehin anstehenden Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahme am Gebäude sollte deshalb ein Energieberater mit eingebunden werden, damit bei der Ausführung der optimale Erfolg erreicht werden kann.

 

Eine gute Energieberatung soll dem Auftraggeber die physikalischen Gesichtspunkte der Energieeinsparung näherbingen. Dabei sollen mit einfachen Worten die komplizierten Vorgänge der Wärmeversorgung eines Gebäudes aufgezeigt werden.

Grundsätzlich erfolgt zuerst eine Begutachtung des Objektes. Hierbei wird u.a. der Zustand der Gebäudehülle aufgenommen. Je nach verwendeten Baustoffen und Bauausführungen ergibt sich aufgrund der bauphysikalischen Eigenschaften ein individuelles energetisches Bild für jedes Gebäude. Der gute Energieberater erkennt mit wenigen Blicken alle Schwachstellen der Gebäudehülle und kann Verbesserungsmaßnahmen vorschlagen.Diese Aussagen können nur bei einer detaillierten Besichtigung des Gebäudes vorgenommen werden. Das Ergebnis einer Energieberatung ohne ausführlichen Besichtigungstermin sollte immer mit berechtigter Abneigung betrachtet werden.

Neben der Gebäudehülle ist die Wärmeerzeugung ein weiteres wichtiges Kriterium. Hier wird die Effektivität der Wärmeerzeugung und die Verluste an der Wärmeverteilung bewertet. Einem guten Energieberater hilft seine langjährige Erfahrung die Energielecks mit geringem Aufwand zu erkennen und zu beschreiben. Auch hier ist eine Ortsbesichtigung für eine aussagekräftiges Ergebnis unumgänglich.

Alle vorgefundenen Daten werden dann in ein spezieles EDV-Programm eingebgeben und ausgewertet.

Ein guter Energieberater gibt dem Auftragsteller anschließend einen ausführlichen Bericht über den energetischen Zustand des Gebäudes und die Sanierungsmöglichkeiten ab. Dabei können verschiedene Sanierungsmöglichkeiten aufgezählt und nach Wünschen des Auftraggebers miteinander verglichen werden. Mit dieser Methode ist es zum Beispiel möglich zu bewerten, ob es

- speziell für dieses Gebäude - einen größeren Sinn machte erst eine Gebäudedämmung vorzunehmen oder zuerst die Hiezungsanlage zu sanieren. Gemeinsam finden Energieberater und Hausbesitzer dann einen Weg um mit geringstem finanziellem Aufwand den größten Sparerfolg herbeizuführen.

Eine gute Energieberatung zeigt auch auf in welchen Teilschritten eine energetische Gesamtsanierung des Gebäudes erfolgen kann, ohne die Haushaltskasse momentan zu stark zu strapazieren. Aus diesem Grund werden auch Maßnahmen erörtert, die keine finanziellen Aufwände erforderlich machen, sondern durch Änderungen des Nutzerverhaltens zu den gewünschten Erfolgen führen. Der Wert der Energieberatung liegt also im Vorschlag und Vergleich verschiedenen Maßnahmen um mit geringstem Aufwand den größtmöglichen Effekt zu erzielen. Dabei sollte der erzielbare Effekt jeweils auf den Geldbeutel und die Wünsche des Auftragsgebers abgestimmt werden.

Da eine Energieberatung sehr stark auf der Vertrauensbasis beruht sollte der Auftraggeber schon im Vorab gezielte Fragen an den Energieberater stellen, um einen Eindruck von der Fachkompetenz zu erhalten. Eine gute Energieberatung zielt nie auf die bevorzugte Umsetzung von einzelnen Maßnahmen ab, sondern der Sanierungsvorschlag wird im Einzelfall nach einer Ortsbegehung entschieden. Daher kann  ein gewissenhafter Energieberater die Frage, ob zuerst der Heizkesseltausch oder zuerst eine Gebäudedämmung vorgenommen werden soll, auch nur nach Prüfung des Einzelaflls vornehmen.

Bei Energieberatungen, bei denen immer ein spezielles Produkt oder Sanierungsmethode angepriesen wird, sind Einwände bez. der Objektivität berechtigt. Ebenso sind Energieberatungen mit Vorsicht zu genießen, wenn innerhalb der gleichen Firma oder des gleichen Firmenverbundes spezielle Sanierungsmöglichkeiten angeboten werden. Eine objektive Beratung sollte immer von den ausführenden Firmen getrennt sein, damit die Objektivität nicht gefährdet werden kann.

Die Energieberatung lässt dem Auftraggeber immer die letzte Entscheidung über die tatsächliche Ausführung nachdem zuvor die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten eindeutig erörtert wurden.

Bei den Kosten einer Energieberatung gilt es zu bedenken, dass aussagekräftige Ergebnisse ein gewisses Mindestmaß an Zeitaufwand benötigen. Schnell erstellte Pauschalurteile dienen nicht dem Auftraggeber, weil damit nicht die optimale Sanierungsmöglichkeit gefunden wird. Bei den Energieberatungskosten zu sparen heißt, die Chancen den größtmöglichen Effekt für die Energieeinsparung im eigenen Gebäude zu vergeben damit einige Euros durch billigere Beratungskosten gespart werden konnten. Billige oder kostenlose Beratungsmaßnahmen nutzen im Regelfall nicht dem Kunden sondern den Beratern und dessen nachgeschalteten Firmen, weil kein Unternehmer eine Dienstleistung umsonst anbieten kann.

Ein guter Energieberater sollte einen fundierten Kenttnisstand sowohl über die gesetzlichen Vorgaben als auch die bauphysikalischen Hintergründe und die praktische Umsetzbarkeit haben. Aufgrund der Angebotsvielfalt im Baugewerbe kann es auch bei einem erfahrenen und gut geschulten Energieberater vorkommen, dass er sich über einzelne Produkte erst nähere Informationen beschaffen muss um eine gewissenhafte Aussage treffen zu können. Die erbetene Wartezeit bekräftigt die Gewissenhaftigkeit des Energieberaters und sollte im Sinne der optimalen Lösungsfindung gerne in Kauf genommen werden.

Selbstverständlich nimmt ein guter Energieberater regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen teil, um in dem sehr weitem Feld der Umsetzungsmöglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren.


hochwertige Ausbildung kennzeichnet gute Energieberater

Das Kaminkehrerhandwerk beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit dem sparsamen Umgang von Energie und dem Wärmeschutz von Gebäuden. Die Kenntnisse über den physikalischen Wärmeaustausch zwischen warmen und kalten Flächen ist bereits seit Generationen ein wesentlicher Grundstock der Ausbildung zum Kaminkehrergesellen. Seit Beginn der Messtätigkeiten in den frühen 70-er Jahren kamen dann die Kenntnisse über die Heizungstechnik dazu. Die Einflüsse der ersten Energiekrisen und die Wertung des Umweltschutzes und der sparsamen Rohstoffverwendung trugen zum stetigen Ausbau dieser Grundkenntnisse bei. Durch das berufsinterne Weiterbildungssystem wurden alle Kollegen bereits vor 20 Jahren auf die ganzheitliche Betrachtungsweise der energetischen Vorgänge am Gebäude geschult. Der Zusammenhang von Heizungstechnik und Gebäudehülle war das zentrale Schulungsthema, aus dem dann die Kurse für die Energieberatung entstanden sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass im Kaminkehrerhandwerk z.B. in Unterfranken ca. 90% aller Bezirkskaminkehrermeister die Zusatzausbildung zum Energieberater abgelegt haben. Für die jüngeren Kollegen sind die Kenntnisse aus dem Gebiet der Energieberatung gar entscheidend um die Meisterprüfung bestehen zu können.

Aufgrund dieses flächendeckenden Ausbildungsstand bekamen die Kaminkehrer bereits zu Ende der 90-er Jahre die Aufgabe für mehrere tausend Anwesen in Bayern im Rahmen eines vom Staat geförderten Pilotprojektes eine Schwachstellenanalyse durchzuführen. Seit In Kraft treten der Energieeinsparverordnung ist das Kaminkehrerhandwerk ein wichtiger Partner um neutrale und fachlich korrekte Energieausweise in Wohngebäuden erstellen zu können.

Aufgrund der rasanten Neuerungen im Markt der Dämmtechnik und der Heizungstechnik ist natürlich eine ständige Weiterbildung unerlässlich. Dies erfüllt das Kaminkehrerhandwerk durch jährliche Schulungsmaßnahmen innerhalb des Handwerks. Es ist eine absolute Besonderheit im Handwerk, dass alle Handwerksmitglieder vom Junggesellen bis kurz vor dem Rentenalter jährlich an fünf Tagen in extra Schulungsstellen von den Neuerungen unterrichtet werden. Durch diese Pflichtmaßnahmen wird der hohe Ausbildungsstand im Kaminkehrerhandwerk garantiert und gibt jedem Berufsmitglied die Möglichkeit seinen Kundenkreis an seinen Kenntnissen teilhaben zu lassen.

Durch das bayernweite Pilotprojekt "Energie-Spar-Check Bayern" berieten die Bezirkskaminkehrermeister flächendeckend 10 000 private Anwesen. Das Resultat dieses Projekts war für die Hausbesitzer so überzeugend, dass 96% die Aktion weiterempfehlen.

 

Aufgrund der langjährigen Erfahrung ist das Kaminkehrerhandwerk heute in der Lage flächendeckend alle Bereiche im umfangreichen Segment der Energieberatung abzudecken. So können also bei den Kaminkehrern energtische Beratungen, Fördermittelberatungen, Energieausweise, Blower-Door-Messungen, Thermografien, neutrale Beurteilung der Heizungsanlage, energetische Bauberatungen bei Neubau oder Sanierung, Schimmelpilzberatungen und weitere spezielle Beratungen in Auftrag gegeben werden. Das Kaminkehrer ist hiermit - auch aufgrund seiner Neutralität - der ideale Ansprechpartner, wenn es um eine fundierte und unabhängige Energieberatung geht.


persönliche Erfahrung in der Energieberatung

Bedingt durch das hervorragende berufliche Ausbildungssystem wurde ich bereits in der Berufsausbildung mit dem Thema Energieeinsparung konfrontiert. In meinen mittlerweile über 30 Jahren Berufserfahrung blieb hiermit genügend Zeit, dieses umfassende Thema immer detailgetreuer zu betrachten.

Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftsituation wurde das Thema "Energie sparen" ständig höher bewertet, so dass ich bereits im Jahre 2002 die Zusatzausbildung als Energieberater des Handwerks mit hervorragendem Erfolg abschloss. Zahlreiche detaillierte Weiterbildungsmaßnahmen sorgen dafür, dass die erworbenen Kenntnisse auf diesem mit starken Neuerungen belasteten Fachgebiet immer auf dem neuesten Stand sind.

Im Laufe meiner Tätigkeit habe ich für mehr als 600 Anwesen in ganz Unterfranken ganzheitliche Gebäudebetrachtungen erstellt. Dabei wird das Zusammenspiel zwischen bestehender Gebäudehülle und installierter Heiztechnik untersucht und den Kunden anhand von Vergleichsrechnungen das Potential an Energieeinsparung aufgezeigt. Diese Erfahrung ermöglicht es mir, mein Wissen im Rahmen von berufsinternen Schulungen an die Kollegen weiterzugeben. Im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen stehe ich auch als Referent für das Thema "Energie sparen" zur Verfügung. Bei verschiedenartigen Vorträgen konnten die zahlreichen Teilnehmer wertvolle Tipps mit nach Hause nehmen.

Seit der Einführung des Energieausweises erhöht sich die Zahl der erstellten Ausweise beinahe täglich. Für umfassende Sanierungsmaßnahmen bin ich berechtigt energetische Gutachten zu erstellen. Diese energetischen Nachweiseermöglichen es dem Hausbesitzer die Tür für die Zuschussbereitstellung z.B. bei der KfW-Bank oder der BAFA zu öffnen. Mit Hilfe von unterschiedlichen Förderprogramme konnten auf diese Weise bereits viele energetische Sanierungen in die Tat umgesetzt werden. Zahlreiche, erfolgreich abgeschlossene Kreditbeantragungen beweisen meine Arbeitsqualität bei der Erstellung von energetischen Gutachten.

Auch ohne die Inanspruchnahme von Fördergeldern ist es sinnvoll das betreffende Gebäude vor umfangreichen Sanierungsmaßnahmen auf die optimale Umsetzung überprüfen zu lassen. Schließlich soll meistens innerhalb der nächsten 20-40 Jahren keine weitere Sanierungsmaßnahmen am sanierten Bauteil mehr erfolgen. Bereits ein kleiner Fehler hätte daher gravierende Auswirkungen auf die Energiekosten in den nächsten Jahrzehnten. Deshalb biete ich seit einigen Jahren auch eine energetische Beratung unabhängig von Förderprogrammen an.

Durch zusätzliche Lehrgänge habe ich mich auch im Bereich der Schimmelproblematik weitergebildet und helfe Ihnen daher gerne fundiert auch bei folgenden Problemen:

- Ursachenermittlung für den Schimmelbefall

- Behebung der Ursachen

- Tipps zur zukünftigen Vermeidung von weiteren Schimmelpilzbefall

 

Mit dem sog. Heizungs-Check wird die bestehende Heizungsanlage weit über die Anforderungend es Gesetzgebers hinaus auf evt. vorhandene Schwachstellen untersucht. Mit dieser sehr kostengünstigen Methode kann ich Ihnen die Auswirkung von bisher unbekannten Energieverlusten am gesamten Heizungssystem aufzeigen und preiswerte Abhilfevorschläge machen.

In fast allen Fällen ist es zudem möglich ohne Kapitalaufwand Energie zu sparen, wenn meine Beartungstipps in das persönliche Wohnverhalten übernommen werden. Deshalb biete auch auch für diese Interessenten die entsprechenden Informationen an.

 

 


Energieberater finden

Worauf ist bei der Wahl eines Energieberaters zu achten?

Der Begriff "Energieberater" ist zur Zeit leider kein geschützter Begriff. Den Titel Energieberater kann jeder führen, der die entsprechende Prüfung erfolgreich abgelegt hat.
Welche Eigenschaften sollte ein guter Energieberater haben?
*er sollte neutral und firmen- bzw. ausführungsunabhängig beraten. Die Entscheidung muss immer bei Ihnen liegen. Ein guter Energieberater wird Ihnen lediglich die Vorteile und Nachteile aus fachlicher Sicht erläutern, aber niemals zu einer Maßnahme zwingen wollen.
*im Vorfeld sollte deshalb abgeklärt werden, ob Bindungen zu Herstellerfirmen, Vertriebsfirmen oder Institutionen bestehen.
*eine Energieberatung sollte immer auf einem Vertrauensverhältnis beruhen. Bei fehlendem Vertrauen empfiehlt es sich die Beratung sofort abzubrechen.
*Energieberater sollten über eine Ausbildung verfügen, welche im Bereich des Baugewerbes angesiedelt ist. Dadurch werden die Zusammenhänge zwischen Bauphysik und energetischen Maßnahmen verzahnt und werden mit praktischen Erkenntnissen vereint.
*eine langjährige Berufserfahrung und längere Erfahrungen im Fachgebiet Energieberatung mehren die Erfahrung ebenso wie vorweisbare Referenzobjekte.
*qualifizierte Energieberater nehmen ständig an Fortbildungen teil, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Lassen Sie sich doch einmal die entsprechenden Unterlagen zeigen.
*besonders qualifizierte Energieberater dürfen das Qualitätssiegel der Energieberater führen. Bei den Siegelträgern ist gewährleistet, dass diese neutral beraten und durch ständige Weiterbildungen den aktuellen Wissenstand besitzen.
Eine Liste von Energieberatern ist auf der Homepage der Deutschen Energieagentur (http://www.zukunft-haus.info/de/verbraucher/energieausweis/expertensuche.html) eingestellt. Energieberater im Raum Unterfranken können Sie über den Energieberaterverein e.V. abfragen ( http://www.energieberater-ev.de). Die dort aufgeführten Energieberater sind Mitglied im Dachverband der Gebäude-Energieberater GIH. Während auf dieser Seite Energieberater aus den Bereichen Archidektur, Ingenieure und Handwerk zu finden sind werden auf der Internetseite des Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) (www.bafa.de) keine Energieberater des Handwerks aufgelistet.
 





Bundesland: Bayern
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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Um die Daten zu erhalten, wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde.

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