
bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger
Klaus Herrmann
Obwohl die Energiepreise momentan aufgrund der Wirtschaftskrise ein niedrigeres Niveau erreicht haben sind sich alle Experten einig. Die Kosten für die Beheizung oder/und Klimatisierung eines Gebäudes werden zukünftig kräftig steigen. Hier ist der Hausbesitzer in Vorteil, der bereits frühzeitig auf sparsamen Umgang mit der Energie geachtet hat. Durch eine Energieberatung erhalten alle interessenten eine Übersicht über die versteckten "Energielöcher" in ihrem Gebäude.
Insbesondere in Zeiten steigender Energiepreise und auch aufgrund eines zunehmenden Bewußtseins der knapper werdenden Energievorräte steigt die Nachfrage nach energetischen Sparmaßnahmen.
Der Hausbesitzer erhält durch vielfältige Medien (Internet, Bausparzeitungen, Beilagen in Tageszeitungen, Wochenzeitungen u.s.w) ausführliche Informationen über mögliche Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden. Es besteht in der Praxis jedoch häufig die Frage nach der Umsetzbarkeit und Rentabilität der vorgeschlagenen Maßnahmen beim eigenen Gebäude. Diese Fragen umfassend und neutral ohne Verkaufsabsichten zu beantworten ist die Aufgabe einer Energieberatung.
Bei einer Begehung des Gebäudes durch einen erfahrenen Energieberater können schon erste Ansatzpunkte erkannt werden. Die weiterführende Datenaufnahme führt mit der anschließenden EDV-Berechnung zu einer konkreten Aussage über das Sparpotential. Auf Wunsch kann bei vorliegenden Kostenvoranschlägen eine Amortisationsberechnung unter Einbeziehung der aktuellen Fördermittel erstellt werden. Das Hausbesitzer erhält durch die Energieberatung eine umfassende Betrachtung seines Gebäudes und bei Bedarf einen Ablaufplan für die vorgesehenen Sanierungsmöglichkeiten.
Die Energieberatung ist immer eine spezielle Dienstleistung die von den Gegegenheiten des Gebäudes und den speziellen Wünschen des Auftraggebers abhängig ist.

Heizkosten heute und zukünftig (Quelle: deutsche Energieagentur)
Energie(spar)beratung - wann lohnt sich das?
Die Energieberatung erfasst die energetischen Schwachstellen eines Gebäudes und vergleicht diese mit den technisch vorhandenen und wirtschaftlich ausführbaren Verbesserungen. Eine Energieberatung ist insbesondere bei älteren Gebäuden (älter als ca. 25 Jahre) besonders lohnend, weil diese Gebäude einerseits in der Regel eine wesentlich schlechtere Wärmedämmung besitzen und andereseits häufig in die baujahrspezifischen Anforderungen der Förderprogramme fallen. Eine Energieberatung kann je nach Ihrem Wunsch so ausgelegt werden, dass hierbei nur kostengünstige Maßnahmen erfasst werden (z.B. Effektivitätsteigerung des bisherigen Heizsystems oder Änderungsmöglichkeiten am Nutzerverhalten) oder speziell als unterstützende Maßnahme bei anstehenden Sanierungen greift. Insbesondere bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen am Gebäude (z.B. Erneuerung des Außenputzes, Umbau des Gebäudes, Maßnahmen am Dachstuhl bzw. Dachdeckung, Heizungssanierung u.s.w.) sollte immer ein Energieberater zu Rate gezogen werden. Bei solch großen Umbaumaßnahmen bestehen einmalige Möglichkeiten mit relativ geringem Zusatzaufwand die Weichen für zukünftig geringere Heizkosten zu stellen. Wird diese Situation nicht genutzt, so werden erfahrungsgemäß energiesparende Maßnahmen auch innerhalb der nächsten 20-50 Jahre (je nach Maßnahmenart) nicht umgesetzt, weil die nachträgliche Umsetzung dann wesentlich teurer wird. Mit der Planung von allgemeinen Sanierungsmaßnahmen entscheiden Sie sich für hohe oder niedrige Heizkosten innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Eine Fehlentscheidung zu diesem Zeitpunkt kommt Sie wesentlich teuerer zu stehen als der Kostenaufwand für eine neutrale Energieberatung.
Nähere Informationen erhalten Sie auch auf der Internetseite der "Deutschen Energieagentur" (Dena) mit dem untenstehenden Link.
Um die Daten zu erhalten, wenden Sie sich bitte an die zuständige Behörde.
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